Die erste smarte europäische Bug Reporting Lösung – und diese kommt aus Österreich.
Das Dornbirner Startup Bugbattle bietet bietet das erste In-App Bug Reporting Tool für Apps, Websites und Industrieanwendungen aus Europa und holte sich damit bereits eine großzügige Förderung der FFG.

Fehlersuche kostet Zeit

Qualitätsansprüche in der Softwareentwicklung sind in den letzten Jahren rasant angestiegen. Kleinste Fehltritte können kolossale Auswirkungen haben. Dementsprechend viel Zeit, nämlich im Schnitt etwa 70 % der Arbeitszeit, stecken manche Entwickler in das Adressieren von Softwarefehlern. „Mit Bugbattle haben wir ein Tool geschaffen, welches den  Prozess rund um das Melden eines Fehlers revolutioniert und somit jedem Entwickler viel Zeit und Nerven spart”, sagt Lukas Böhler, Gründer des Start-ups. Anfang November wurde das Produkt gelauncht und es erhielt bereits eine großzügige FFG Förderung.

Bugs 50 Mal schneller beheben durch einfaches Schütteln

Mit Bugbattle können ganz einfach Fehler in Apps, Websites oder Industrieanwendungen durch das Schütteln des Smartphones oder einen simplen Klick gemeldet werden. Auf einem automatisch erstellten Screenshot kann der Fehler markiert, beschrieben und dann an den Entwickler geschickt werden – alles ohne die Applikation nur einmal zu verlassen. Entwickler können Bugbattle in ihre Lieblings-Projektmanagement Tools wie Jira oder Trello integrieren.

Somit erstellt Bugbattle pro Fehler automatisch ein Ticket und liefert auch gleich alle wichtigen Infos wie Session Daten, Console Logs und Schritte zur Reproduktion des Fehlers mit. Mit der Hilfe von Bugbattle können Programmierer so Bugs bis zu 50 Mal schneller beheben als auf dem herkömmlichen Weg.

Als einziges vergleichbares Produkt in diesem Segment ist Bugbattle DSGVO konform. Das bedeutet, sensiblen Daten werden vom Tool automatisch unleserlich gemacht. Damit werden User geschützt. Des Weiteren benötigt Bugbattle keine zusätzlichen Berechtigungen auf Smartphones. Besonders für Kunden mit Apps oder Websites im europäischen Markt bringt das eine enorme Erleichterung.

SAAS-Lösung

Bugbattle ist eine Software-as-a-Service Lösung. Dabei ist Bugbattle „unter vergleichbaren Produkten das kostengünstigste“, so Lukas Böhler. Das Geschäftsmodell mit dem Subscription-Plan ist komplett digital.

FFG Förderung als erster Meilenstein

Das Kleinprojekte Programm der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG ist aufgrund des geringen bürokratischen Aufwands und der Finanzierungsart des reinen Zuschusses besonders für Start-ups attraktiv. Das Programm unterstützt kleinvolumige F&E Projekte. Für Lukas Böhler hat die Förderung die Arbeit bei Bugbattle extrem beflügelt. “Die Förderung hat es uns erlaubt, unter noch mehr Volldampf aus Bugbattle ein noch anspruchsvolleres Tool zu machen”, meint er. Bei Bugbattle sieht man sich nun bereits international nach Investoren um.

Gründung in der Pandemiezeit

Gelauncht wurde das Produkt im November. Gegründet wurde aber im Juni 2020 – also mitten in der Pandemiezeit. „In der Krise sind wir als Softwareentwickler Treiber von neuen Ideen. Dort setzen wir mit Bugbattle an. Die Ansprüche an die Qualität von Software werden immer größer, und da hilft Bugbattle nun, Fehler schneller zu beheben und somit qualitativ hochwertigere Apps und Websites zu liefern.“ Die Zeit des ersten Lockdowns nutzte das sechsköpfige Team, um mit der Tool-Entwicklung durchzustarten. Die Umstellung auf rein digital war hingegen kein Problem, denn „in der Softwarebranche sind wir sowieso vollständig digital unterwegs, das hat die Umstellung zu remote-work natürlich sehr erleichtert“, so Lukas Böhler.

Weiterentwicklung in Arbeit

Bei der aktuellen Lösung soll es aber nicht bleiben, so ist Bugbattle schon stark in der Weiterentwicklung. Aktuell werden Integrationen für GitHub und Slack gebaut, sodass eine Anbindung an diese beiden Tools bald möglich sein wird.

Ein nächster Schritt soll sein, dass Bugbattle bald auch für Industrieanwendungen verwendet werden kann.

Und das fünf Jahresziel sieht vor, dass Bugbattle als Bug-Reporting-Lösung sich vor allem in Europa und den USA etabliert sein soll. 

 

Fotocredit: Nussbaumer Fotografie